Vorfreude statt Vorsorge – Selbstbestimmt schwanger sein! Gastbeitrag von Sophie Mikosch

Geburtsvorfreude Mütterimpulse
Sarah
Sarah
Hallo liebe Leserinnen und Leser, hier auf dem Foto seht ihr mich mit meiner kleinen Tochter. Als junge Mutter weiß ich um die Vorfreude, aber auch die vielen Fragen während der Schwangerschft. Auf meinem Blog geht es daher um alles, was mit diesem Thema zu tun hat 🙂 Nun wünsche ich euch aber erstmal viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

Hallo!

Mein Name ist Sophie Mikosch, ich bin Mutter von zwei Kindern, Autorin und Bloggerin auf Mütterimpulse – bewusst und natürlich leben. Mit Mütterimpulse begleite ich Mamas auf ihrem alternativen Weg und vernetze sie mit Gleichgesinnten. In diesem Artikel erzähle ich dir davon, warum es mir so wichtig ist, werdende Mütter auf ihrem selbstbestimmten Weg zu unterstützen und gebe dir einen Einblick in mein Buch für Schwangere.

Der große Wunsch von vielen Schwangeren ist es, eine selbstbestimmte Geburt erleben zu können. Sie möchten ihr Baby aus eigener Kraft und möglichst natürlich gebären. Auch wenn man heutzutage viele Geburtsgeschichten hört, die leider ziemlich das Gegenteil von dem sind, ist das ein verständlicher Wunsch, der auch in der Regel befürwortet wird.
Wenn sich eine Frau jedoch aus diesem Grund für eine außerklinische Geburt entscheidet, gibt es schon
häufig kritische Stimmen, die sich einmischen wollen. Doch wie sieht es eigentlich mit der Schwangerschaft aus? Wo bleibt da die Selbstbestimmung? Eigenverantwortlich schwanger zu sein, ist heutzutage nicht gerade leicht. Überall bekommt man ungefragt Ratschläge und wenn man sich für andere Wege als die der Norm entsprechende entscheidet, wird man schnell als verantwortungslos abgestempelt.

Dabei ist in meinen Augen genau das Gegenteil der Fall: Ich übernehme explizit die Verantwortung für mich, meinen Körper und mein Baby, statt sie an der Tür zum Frauenarzt abzugeben. Genau diese Entscheidung habe ich für meine zwei Schwangerschaften getroffen und deshalb auf gynäkologische Untersuchungen komplett verzichtet. „Vorfreude statt Vorsorge!“ war mein Motto. Mir war es wichtig auf meinen eigenen Körper zu hören und ihm zu vertrauen, anstatt nur technischen Geräten oder Ärzten. Ich suchte mir eine Hausgeburtshebamme, zu der ich in der Schwangerschaft gelegentlich ging und habe schließlich meine zwei Töchter im Abstand von zwei Jahren beide zu Hause im Geburtspool zur Welt gebracht. Für mich und meinen Mann war das der beste und schönste Weg und wir würden es immer wieder so machen. Doch erst in den letzten Jahren ist mir so richtig klar geworden, wie ungewöhnlich unser Weg eigentlich
war.

Denn seit ich selbst Mutter bin und mich mit anderen Müttern über Schwangerschaft und Geburt austausche, bekomme ich so viele Geschichten zu hören, die mich traurig und zugleich wütend machen. Ständig höre oder lese ich von Schwangeren, die sich eigentlich gesund und wohl gefühlt haben, aber nach einer Untersuchung beim Gynäkologen total verunsichert sind. Sei es durch unachtsame Aussagen wie „oh, der hat aber einen großen Kopf“, die große Sorgen in Bezug auf die Geburt ausgelöst haben oder durch Untersuchungswerte. Die Messungen beim Ultraschall waren auffällig, zu hoch oder zu niedrig, und damit das Kind zu groß oder unterentwickelt… alles nur Wahrscheinlichkeiten, die sich beim nächsten Termin wieder auflösen können. Doch wie geht es den werdenden Müttern bis dahin? Solche Unsicherheiten können großen psychischen Stress auslösen und die Verbindung zum eigenen Körper geht verloren.

Stattdessen machen viele Schwangere ihr Wohlbefinden spätestens ab dann abhängig von ärztlichen Untersuchungen. Anstelle von Vorfreude machen sich Ängste und Sorgen breit. Statt ihrem eigenen Gefühl und ihrer weiblichen Kraft zu vertrauen, geraten sie in die Position einer hilfsbedürftigen Patientin. Schließlich sorgt das heute allgemein vermittelte Bild von Geburt auch dafür, dass viele Frauen denken, eine Geburt sei ohne medizinische Hilfe kaum zu schaffen! Und wenn es doch einer Frau gelungen ist, dann war sie wahrscheinlich eine Ausnahme oder hat einfach „Glück gehabt“.

Geburtsvorfreude Mütterimpulse

Da es mir ein Herzensanliegen ist, Frauen auf ihrem Weg zu mehr Selbstbestimmung zu bestärken, habe ich 2018 ein Buch zu diesem Thema veröffentlicht. Ein bestärkendes Buch für Schwangere:

„Vorfreude statt Vorsorge. Plädoyer für mehr Eigenverantwortung in deiner Schwangerschaft“ lautet der Titel meines Buches und ich möchte damit Alternativen zur herkömmlichen Schwangerenvorsorge aufzeigen und Frauen ermutigen, das Vertrauen in sich selbst und ihren Körper wieder zu entdecken.

Im ersten Teil des Buches hinterfrage ich kritisch die allgemein üblichen gynäkologischen Routineuntersuchungen. Danach stelle ich Alternativen wie die geteilte oder reine Hebammenbegleitung vor. Außerdem gebe ich einen Blick über den Tellerrand mit dem Bericht über die Schwangerenvorsorge in den Niederlanden. Ich informiere über Doulas und habe ein Interview mit den Vorsitzenden des Vereins GreenBirth e.V. für eine natürliche Geburt geführt.

Im dritten Buchteil geht es um die selbstverantwortete Schwangerschaft in der Praxis. Wie kannst du lernen, Vertrauen in dich und deinen Körper aufzubauen? Wie gehst du mit kritischen Angehörigen um, was ist bei der Ernährung zu beachten? Auch die Ärztin und Autorin Sarah Schmid („Alleingeburt“) hat mit der Beantwortung meiner Interviewfragen zum Thema Schwangerschaft und Geburt in Eigenregie zu meinem Buch beigetragen.

Zum Schluss schneide ich das Thema Geburtsvorbereitung an und gebe wertvolle Impulse, für deine Zeit
als Mama und dazu, wie du auch mit Kind deinem persönlichen Weg treu bleiben kannst.
Ich freue mich sehr über das positive Feedback, das ich bisher zu meinem Buch erhalten habe und
darüber, dass es inzwischen sogar als Pflichtlektüre einer Doulaausbildung aufgenommen wurde.
Vielleicht darf ich mit meinem Plädoyer ja auch dich inspirieren und in deiner selbstbestimmten
Schwangerschaft bestärken?

Nähere Infos zum Buch findest du hier https://www.muetterimpulse.de/buch-vorfreude-statt-vorsorge/

Als Ergänzung zu meinem Buch habe ich den 8-wöchigen Online Geburtsvorfreudekurs entwickelt, bei
dem der Fokus auf der mentalen Geburtsvorbereitung liegt. Der nächste Gruppenkurs startet am 17. April.
Mehr Infos zum Kurs findest du hier auf meiner Homepage oder in Sarahs Kursvorstellung.

Alles Liebe für dich!
Deine Sophie


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